Buchvorstellung

 

Das Buch Chaim heißt Leben, in erster Auflage 2012 vom Stadtmuseum publiziert, ist nun in einer überarbeiteten Form neu erschienen. Die Überlebensgeschichte eines jüdischen Kindes im ehemaligen, von den Deutschen besetzten Polen hat bleibende Aktualität. Chaim Segal starb im Jahr 2016.

Er hat zusammen mit Julia Drinnenberg seine Erinnerungen an die Zeit der gnadenlosen Verfolgung und Ausrottung der Juden in seiner Heimatstadt Boryslaw aufgeschrieben.

Er selbst sah es als ein Wunder an, dass er einer von wenigen hundert Überlebenden von ursprünglich rund 15.000 jüdischen Bewohnern war. Nach dem Krieg, als erneut Pogrome gegen Juden in Polen ausbrachen, musste er wieder fliehen. Sein Weg führte nach Hofgeismar in das Lager für Displaced People, das die amerikanischen Befreier in der ehemaligen Wehrmachtskaserne und in konfiszierten Häusern eingerichtet hatten. Zum ersten Mal nach fünf Jahren konnte er sich hier sicher fühlen. Das unvorstellbare Grauen trug er sein Leben lang mit sich. Die Verarbeitung seiner Erlebnisse in einem Buch, erarbeitet zusammen mit Julia Drinnenberg, war für ihn eine Befreiung und Erfüllung. Sie hat das Buch nun durchgesehen und aktualisiert.

 

Julia Drinnenberg

 

 

Chaim Segal und Julia Drinnenberg:

Chaim heißt Leben

2. Auflage

146 Seiten

46 Abbildungen

12 €

Stadtmuseum Hofgeismar, Petriplatz 2 in Hofgeismar

Telefon: 05671-4791

E-Mail: museum@museum-hofgeismar.de