Garnisongeschichte

   

Großvitrine: Hofgeismarer Dragoner
kondolieren der Witwe eines
Kameraden, der beim Einsatz in
Deutsch-Südwestafrika gefallen ist.

 

Das Stadtmuseum Hofgeismar verfügt seit langen Jahren über einen umfangreichen Bestand an Militariastücken. Dabei steht der überwiegende Teil der Exponate in einem direkten Bezug zu den ehemals in Hofgeismar stationierten Truppenteilen oder auch zu Bürgern der Stadt.

Der Bestand umfasst im Wesentlichen folgende Sachgebiete, Epochen oder Stücke:

Aus der wehrhaften Zeit der Stadt Bodenfunde aus den zahlreichen Fehden des ausgehenden Mittelalters. Ein besonders wertvolles Exemplar ist eine Armbrust aus dem 17. Jahrhundert.

Aus der Zeit der Landgrafen, des 7jährigen Krieges und des »Königreiches Westphalen« gibt es Waffen, Ausrüstungsgegenstände, Karten, Bilder, Rechnungen und Briefe von verschiedenen Handwerken an das Leib-Dragoner-Regiment, ein Menage-Buch desselben und diverse Dokumente - alles im Original.

Eine besondere Rarität aus dem Kurfürstentum Hessen-Kassel bildet - neben Uniformteilen der 13. Husaren, Dank- und Ehrenmedaillen, Urkunden, Dokumenten und Bildern - ein preußischer Infanteriehelm (Modell 1842) mit dem kurhessischen Löwen sowie Epauletten mit gekröntem Monogramm und Fangschnüren.

Eine Fülle von Uniformen, Waffen, Zeitungen, Depeschen, Urkunden, Bildern u.v.a. aus der Zeit von 1866-1875 schließt sich an. Im Zentrum der Ausstellung steht mit einer großen Inszenierung und fünf Vitrinen die Zeit der Rheinischen Dragoner (5. Dragonerregiment, später von Manteuffel) also die Jahre 1875 - 1919. Diese Epoche verzeichnet zugleich die größte Zahl an Ausstellungsstücken.

Magaziniert und zu Studienzwecken greifbar ist eine umfangreiche Sammlung zur Geschichte der Bundeswehr in Hofgeismar.

Helmut König
 
 

    Blick in die Ausstellung "Garnisonsgeschichte"